im Gespräch

Der Praxistest

Seit 2015 arbeitet Stefan Dambrich bei der bauplanung plauen GmbH. Sein erstes Projekt ...

... war ein Dachgeschossausbau in Kauschwitz.

Ein privates Objekt?

Nein... Es handelte sich um eine Wohnstätte für Behinderte. Es war 2015, als in Deutschland die Flüchtlingswelle angekommen ist. Zusammen mit der SBW Vogtlandkreis gGmbH haben wir das Dachgeschoss für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ausgebaut. Das war ein schönes Projekt, wenn es auch nicht ganz stolperfrei gelaufen ist... Rückblickend würde ich einiges anders machen. Aber so habe ich gleich einiges gelernt.

Du hast das vom Projektbeginn bis zur Fertigstellung betreut?

Nicht ganz. Eine ehemalige Mitarbeiterin hatte das angefangen. Von ihr habe ich den Entwurf übernommen, den ich dann aber noch mal überarbeitet habe. Die Baustelle habe ich dann wirklich bis zum Ende hin komplett betreut. Zusammen mit den anderen Abteilungen, die natürlich auch beteiligt waren. So habe ich in dem Projekt eigentlich fast jeden aus dem Haus mal angetroffen.

Was, würdest du sagen, hast du aus diesem ersten Projekt mitgenommen?

Meine erste Lehre nach dem Studium? Dass man sich gut organisieren muss, definitiv! Durchs Studium kommst du ja auch mit wenig Überblick – aber im Berufsleben? Da funktioniert das nicht mehr. Da musst du an den Projekten kontinuierlich dranbleiben, auch wenn's mehr als drei gleichzeitig sind. Da musst du hinterher sein, nachhaken bei den Fachplanern, Zwischenstände abfordern. Ich würde sagen, ich habe ziemlich schnell gemerkt, was mir fehlt.

Was war das?

Naja, ich wurde mit dem Projekt schon auch ins kalte Wasser geworfen. Im Studium habe ich Pläne gemacht, die schick aussehen. In Kauschwitz, als alleiniger Hochbaubearbeiter für das Projekt, musste ich Pläne machen, mit denen der Handwerker etwas anfangen kann. lacht Ich musste am Anfang ziemlich viel nachfragen...

Der Praxis-Test, oder?

Ja, höchstwahrscheinlich der Praxis-Test vom Chef. Der beste Einstand, den man sich wünschen kann.

Ähnliche Beiträge