im Gespräch

Die bauplanung – Ihre persönliche Erfolgsgeschichte, Herr Kroll?

Karsten Kroll ist seit 2006 Geschäftsführer der bauplanung plauen gmbh. Er blickt zurück auf eine bewegte und nicht immer einfache Zeit. Im Interview verrät er, worauf er am meisten stolz ist.

Wenn Sie zurückblicken auf Ihre bisherige Zeit als Geschäftsführer: Sie bereuen nichts?

Nein! Auch weil es hinten heraus gut gegangen ist. Und weil wir viel Erfolg haben.

Wenn Sie jetzt die 14 Jahre Revue passieren lassen: Was waren Höhepunkte in den 14 Jahren? Dinge, an die Sie sich gerne erinnern?

Ich bin grundsätzlich ein Mensch, der nach vorne blickt. Tatsächlich bringt das mit sich, dass ich mich über Erreichtes nur kurz freue. Vielleicht ist das auch die Folge aus meinen Projektmanagement-Zeiten. In dem Moment, in dem ich irgendein Vorhaben zum Abschluss gebracht habe, die Baufirma die Abnahme bekommen hat und auch noch alles passt, Termine und Budgets – in dem Moment bin ich längst beim nächsten Auftrag. Naja, ich bin also keiner, der sich nach abgeschlossenem Projekt hinstellt und lange feiert. Das ist auch ein persönliches Manko...

Insofern fällt es mir schwer zu sagen, was die Highlights in der jüngeren Geschichte der bauplanung waren. Unterm Strich? Ist es wichtig, dass wir eine stetige Entwicklung, eine solche wirtschaftlich positive Entwicklung hinlegen konnten. Mit der Kontinuität der vergangenen Jahre. Wir haben die Firma mittlerweile neu – und erfolgreich neu – ausgerichtet.

Inwiefern?

Wir haben die Zusammensetzung unserer Auftraggeberschaft nachhaltig erweitert und konnten uns viel überregionaler aufstellen. Viel intensiver haben wir uns auf private Unternehmen als mögliche Auftraggeber ausgerichtet, unser Leistungsangebot für große und mittlere Unternehmen erweitert. Das war auch ein Gewöhnungsprozess... Lacht. Wir haben uns bis heute so etablieren können, dass wir uns auch in einer ungewöhnlichen Zeit, wie wir sie im Moment mit Corona durchlaufen, kerngesund und stabil darstellen. Es gibt momentan keinerlei Hintergrund für uns, über Kurzarbeit oder dergleichen nachzudenken. Im Gegenteil: Wir können auch im Moment weiterwachsen. Das ist stark, und ich freue mich darüber. Natürlich ist das nicht allein meine Leistung, ganz klar. Das ist das Ergebnis von Teamwork, es ist der Erfolg der ganzen Mannschaft.

Das klingt nach einer Menge Verantwortung, nach viel Arbeit, viel Energie. Was treibt Sie an? Warum machen Sie das?

Zu DDR-Zeiten war ich ein wenig, wie sagt man: renitent. Kein Revoluzzer, das nicht, aber schon widerspenstig. Dann gab’s die Wende und ich habe mir gesagt: Jetzt musst du dich ein bisschen anstrengen, dass du aus deinen Möglichkeiten etwas machst. Nicht meckern, sondern gestalten. Ich hatte das Glück, in meiner Verwandtschaft, in den alten Bundesländern, auch erfolgreiche Unternehmer zu haben. Einer von jenen gab mir gleich 1989 mit auf dem Weg: "Das mit dem Kapitalismus, ist nicht schwierig. Du musst immer nur zusehen, dass du eine Nasenspitze Vorsprung vor deinen  Wettbewerbern hast."

Vorsprung heißt auch Freiraum. Dieser ist mir wichtig.

Was bedeutet Freiheit für Sie?

Wahlmöglichkeiten zu behalten. Sich auch gegen etwas auf den ersten Blick Vorgegebenes  entscheiden zu können. Wählen zu können, welchen Aufgaben, welchen Projekten ich mich zuwenden will. Selbst ein Stück weit Gestaltungsfähigkeit zu behalten, in einer sich ständig ändernden und sich in Teilen auch durchaus nicht zimperlich darstellenden Welt. Auch wir hatten Situationen, in denen dies nicht möglich war. Dort nicht wieder hinzukommen, auch das ist ein Antrieb.

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